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Jürgen Klopp

Bundesliga

BVB: Watzke bat Klopp 2018 um Rückkehr

Foto: Vitalii Vitleo / Shutterstock.com

BVB: Watzke bat Klopp 2018 um Rückkehr

Die Verzweiflung war offenbar groß beim Geschäftsführer von Borussia Dortmund. Ende der Saison 2017/18 hatte man drei Trainer in drei Saisons verbrannt, Thomas Tuchel, Peter Bosz und Peter Stöger. Nun musste ein Nachfolger her, und dabei hatte Hans-Joachim Watzke die irrwitzige Idee, Jürgen Klopp um eine Rückkehr zum BVB zu bitten. Watzke rief tatsächlich in Liverpool an, doch Jürgen Klopp, inzwischen fest mit dem dortigen FC verbandelt, sagte natürlich ab.

Kaum zu fassen, was eine gewisse Zeitung mit großen Buchstaben nun in Abschnitten aus dem in Kürze von Hans-Joachim Watzke erscheinenden Buch vorab veröffentlicht. Demnach habe Watzke ernsthaft bei Jürgen Klopp nachgefragt, ob dieser sich eine Rückkehr nach Westfalen vorstellen könne. Sieben Jahre war Klopp zuvor Trainer beim BVB gewesen, hatte drei Titel gewonnen und das Finale der Champions League erreicht. Doch irgendwann trennten die gemeinsamen Wege sich. Nicht nur, da der BVB mitten in der Saison auf dem letzten Platz der Tabelle zu finden war. Sondern auch, weil man sich irgendwann verbraucht hatte in der gemeinsamen Beziehung. Jürgen Klopp machte erst eine gewisse Zeit lang Pause, eher er dann nach ein paar Monaten beim FC Liverpool anheuerte, bei dem er aktuell mit dem Gewinn der Champions League, dazu mit einem höchst attraktiven Spielstil vielleicht sogar noch erfolgreicher ist als in seiner Zeit beim BVB.

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Watzke wusste um seine Chancenlosigkeit

Watzke gibt in dem veröffentlichten Ausschnitt auch zu, dass er wusste, wie hoffnungslos sein Unterfangen gewesen sei. Schließlich konnte die Erfolge – wenn auch damals noch nicht mit dem Gewinn der Champions League – schon damals jeder auch von Weitem sehen. Zudem war Watzke bekannt, dass Jürgen Klopp seine Verträge im Normalfall erfüllt. Watzke begründet es so, dass er dennoch zum Hörer griff und nach England anrief: Auf der Suche nach einem neuen Trainer, einem neuen Abschnitt beim BVB, wollte er sich nicht den Vorwurf machen müssen, es nicht wenigstens bei dem Mann versucht zu haben, mit dem man die erfolgreichste Zeit des BVB in jüngeren Jahren erlebt hatte.

Klopp selbst bestätigt in dem Ausschnitt dann auch, dass es für ihn zu jenem Zeitpunkt ausgeschlossen war, den FC Liverpool zu verlassen. Er hatte sich völlig eingelebt, das Team so umgebaut, wie es ihm vorschwebte. Und er hatte noch vor, auch an der Mersey große Erfolg zu feiern, was ihm letztlich auch gelang. Und weiterhin ist er auf dem Weg zum ersten Meistertitel für den FC Liverpool seit 1991. Diese Mission konnte und wollte Klopp nicht verlassen. Und so wurde Lucien Favre der Nachfolger von Peter Stöger. Der Schweizer ist nicht unumstritten, was erneute Gedankenspiele um eine eventuelle spätere Rückkehr Klopps befeuert. Allerdings sagte Klopp auch dazu, dass man jene tollen sieben Jahre nicht einfach wieder aufwärmen könne. Eher schon kann man sich Klopp langfristig als Bundestrainer vorstellen.

Hagen ist ein “alter Hase” im Fussball-Geschäft und gehört zu unseren erfahrensten Redakteuren. Am liebsten schreibt Hagen über Vereine aus dem “Pott”. Aber auch für internationale Top-Ligen und Wettbewerbe und die deutsche Nationalmannschaft hat er eine gewisse Zuneigung.

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Pl. Mannschaft Sp. Tore +/- Pkt
1Borussia Mönchengladbach715:6916
2VfL Wolfsburg710:4615
3FC Bayern720:81214
4RB Leipzig715:7814
5SC Freiburg715:7814
6FC Schalke 04714:7714
7Bayer Leverkusen712:8414
8Borussia Dortmund719:11812
9Eintracht Frankfurt711:10111
10Hertha BSC712:12010
11Werder Bremen712:16-48
12TSG 1899 Hoffenheim76:11-58
131. FSV Mainz 0577:17-106
14FC Augsburg78:19-115
15Fortuna Düsseldorf79:14-54
161. FC Union Berlin76:13-74
171. FC Köln75:16-114
18SC Paderborn 0779:19-101

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