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Gündogan und Can rechtfertigen Instagram-Like – DFB bezieht Stellung

Foto: Tobias Arhelger / Shutterstock.com

Gündogan und Can rechtfertigen Instagram-Like – DFB bezieht Stellung

Einige Spieler der türkischen Nationalmannschaft salutierten nach dem 1:0-Führungstreffer gegen Albanien mit der Hand an der Stirn für die Soldaten der Türkei. Diese befinden sich aktuell auf Geheiß den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan zu einem militärischen Angriff in Nordsyrien. International ist der Eingriff der Türkei sehr stark umstritten und wird heftig kritisiert. Das Bild mit dem politischen Gruß, der ohne jeden Zweifel ein Statement darstellt, postet Nationalspieler Cenk Tosun auf seinem Instagram-Account – Emre Can und Ilkay Gündogan versahen es anschließend mit einem „Like“. Nun äußerte sich Gündogan zu den Vorkommnissen.

Zwar zogen die beiden deutschen Nationalspieler ihre „Gefällt mir“-Angabe wieder zurück, aber da war es bereits zu spät. Infolgedessen gab es viel Kritik an der offenbar unbedachten Aktion der beiden Profis. Das liegt selbstverständlich nicht an ihren türkischen Wurzeln, sondern viel mehr daran, dass die Aktion nur wenig durchdacht erscheint. Insbesondere Gündogan hätte spätestens seit dem Vorfall rund um das Foto vor über einem Jahr mit Mesut Özil und Präsident Erdogan wissen müssen, was ihn medial erwartet.

Der Profi von Manchester City wollte zur Thematik aber auch selbst Stellung beziehen: „Ich habe den Like zurückgenommen, als ich gesehen habe, dass es politisch gewertet wurde. Glauben Sie mir: Nach dem letzten Jahr ist das Letzte, was ich wollte, ein politisches Statement zu setzen. Ich habe den Like bewusst zurückgenommen. Wahr ist, dass ich mich für meinen ehemaligen Teamkollegen aus der DFB-U-21 gefreut habe, dass er das Siegtor gemacht hat“, sagte Gündogan in einem Interview nach dem Spiel. Can und Gündogan würden sich außerdem „konsequent gegen jeglichen Terror und jeglichen Krieg“ aussprechen.

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Der DFB hat die Dimensionen unterschätzt – wieder einmal

Nun ist der DFB darauf bedacht, die Wogen zu glätten, wieder einmal – und eigentlich kann der Verband auch genau so etwas gerade gar nicht gebrauchen. Bundestrainer Joachim Löw stellte sich schon am Wochenende vor seine Schützlinge und beteuerte, die Aktion der beiden sei „in keinem Fall ein politisches Statement“ gewesen. Demnach wollten Gündogan und Can ihrem ehemaligen Mitspieler einfach nur zu dessen Tor gratulieren. Damit bewiesen die zwei allerdings auch wenig Weitsicht.

Teammanager Oliver Bierhoff sieht das Ganze derweil „nicht so kritisch“. Schon nach dem Spiel in Tallinn sagte er: „Dass das so eine Dimension annimmt, konnte keiner erwarten. Beide saßen nach dem Spiel total geknickt in der Kabine.“

Via Twitter veröffentliche der DFB am Montag außerdem ein Statement samt Foto. Darauf zu sehen: Das gesamte Team. Gündogan und Can befinden sich symbolisch in der Mitte. Begleitet wird das Foto von der Botschaft: „Gemeinsam für Offenheit, Vielfalt und Toleranz. Gegen jede Form von Gewalt und Diskriminierung.“ Klar ist aber auch, dass der Verband wieder einmal versäumt hat zu erkennen, welche Folgen die Handlungen der Spieler haben.

Marco ist ein Fussball-Allrounder, egal ob es um die deutsche Nationalmannschaft, die Bundesliga, internationale Ligen oder Wettbewerbe geht, Marco liebt es über alles zu schreiben was mit Fussball zu tun hat. Seine jahrelange Erfahrung hilft fussballjunkies.de regelmäßig qualitativen Content zu liefern. Marco hat eine gewisse Vorliebe für den BVB und betreut bei uns primär den News-Bereich rund um die Fussball Bundesliga.

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