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Matthias Ginter

Nationalmannschaft

Nach Rot für Can: Viel Mühe beim 3:0 in Estland für den DFB

Foto: Alizada Studios / Shutterstock.com

Nach Rot für Can: Viel Mühe beim 3:0 in Estland für den DFB

Mit dem schnellsten Platzverweis der DFB-Geschichte erwies Emre Can der deutschen Nationalmannschaft beim Spiel in Estland einen Bärendienst. Zur Halbzeit stand es in Unterzahl 0:0, es brauchte später zwei abgefälschte Torschüsse von Gündogan, um die tapferen – und auch nicht chancenlosen – Esten in die Schranken zu weisen. Am Ende stand es 3:0 für Deutschland, obwohl es kaum Spielkontrolle gab.

Nach der Roten Karte wegen Notbremse für Emre Can von Juventus Turin war das deutsche Team erstmal eine Zeit lang konfus. Die frech aufspielenden Esten, ganz anders noch als im Hinspiel, kamen zu ihren Gelegenheiten. Sie besetzten immer wieder den Strafraum sehr gut, wagten sich weit nach vorne und wurden zumindest in der ersten Halbzeit nicht bestraft. Drei dicke Chancen hatten die Deutschen zwar dennoch. Eine davon war ein Freistoß von Marco Reus gegen den Pfosten. So richtig zwingend sah das aber nicht aus, was die Elf von Bundestrainer Jogi Löw auf den Rasen von Tallinn brachte.

In der zweiten Halbzeit lief es dann rasch besser. Zweimal zog Ilkay Gündogan von der Strafraumgrenze ab, zweimal wurde der Ball noch unhaltbar für Estlands Torhüter abgefälscht. Von diesem dann doch deutlichen 0:2-Rückstand konnte sich der Underdog aus Estland trotz Überzahl nicht mehr erholen.

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Gündogan eine Konstante trotz Umbruch

Einerseits ließ man sich in der gesamten Spielzeit immer wieder bis zum eigenen Strafraum vorführen, andererseits bestritt man diese Partie nun mal auch über 75 Minuten in Unterzahl. Insofern fällt ein Urteil schwer. Jogi Löw selbst zeigte einerseits völliges Verständnis für die Rote Karte für Emre Can. “So wie sich die Situation darstellt, kann man da nicht mehr Gelb zeigen.” Verwies andererseits aber auch darauf, dass sein Team nach dem Platzverweis zunächst ein wenig geschockt gewesen sei. In der zweiten Halbzeit habe man seine Sache aber gut gemacht. Das sah so manches deutsche Medium insgesamt zwar etwas anders. Am Ende stehen aber die zweifellos verdienten 3 Punkte in dieser EM-Qualifikation.

In den abschließenden beiden Spielen gegen Weißrussland und Nordirland benötigt die deutsche Elf nun noch zwei Siege, um sicher auf dem zweiten Platz zu landen. Damit wäre auch die Qualifikation für die Endrunde der EM 2020 gesichert. Bei einer Niederlage im Heimspiel gegen Nordirland könnte es aber noch einmal eng werden. So viele Absagen wie für die aktuelle Länderspielphase wird Jogi Löw aber sicher kaum noch einmal kassieren. Es waren nicht weniger als 14 an der Zahl. Dazu fiel dann auch noch Niklas Starke für das Spiel gegen Estland aus, welches – trotz aller Widrigkeiten – dann doch gewonnen wurde.

Hagen ist ein “alter Hase” im Fussball-Geschäft und gehört zu unseren erfahrensten Redakteuren. Am liebsten schreibt Hagen über Vereine aus dem “Pott”. Aber auch für internationale Top-Ligen und Wettbewerbe und die deutsche Nationalmannschaft hat er eine gewisse Zuneigung.

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Pl. Mannschaft Sp. Tore +/- Pkt
1FC Augsburg25:146
2Eintracht Frankfurt24:224
3RB Leipzig24:224
4Arminia Bielefeld22:114
5FC Bayern18:083
6VfB Stuttgart26:423
7Hertha BSC25:413
8Borussia Dortmund23:213
9SC Freiburg13:213
10TSG 1899 Hoffenheim13:213
11Werder Bremen24:5-13
12Bayer Leverkusen21:102
13VfL Wolfsburg10:001
141. FC Union Berlin22:4-21
15Borussia Mönchengladbach21:4-31
161. FC Köln22:4-20
171. FSV Mainz 0522:7-50
18FC Schalke 0421:11-100

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