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FC Bayern befördert Salihamidzic – Lahm sieht Beginn einer “neuen Ära”

Foto: Alexandr Medvedkov / Shutterstock.com

FC Bayern befördert Salihamidzic – Lahm sieht Beginn einer “neuen Ära”

Hasan Salihamdzic hat wahrlich viele Kritiker seit seinem Amtsantritt als Sportdirektor beim FC Bayern München. Das ficht die dortige Leitung aber nicht an. Im Gegenteil, sie befördert den Bosnier nun sogar zum Sportvorstand. Mit dem im nächsten Jahr ebenfalls in der Führung des Clubs tätig werdenden Oliver Kahn sieht so mancher schon eine neue Ära anbrechen.

Als eine seiner letzten Handlungen in verantwortlicher Position beim FC Bayern wird Uli Hoeneß seinen Zögling Salihamdzic in den Vorstand berufen. So viel wurde schon jetzt bekannt, obwohl Hoeneß erst bei der JHV am kommenden Freitag seinen Rückzug antreten wird. Dem früheren Nationaltorhüter Oliver Kahn werden kaum Zweifel entgegengebracht. Bei Salihamidzic ist die Lage allerdings komplett anders. Er wird nicht nur von der Presse immer wieder als überfordert beschrieben. Auch viele Fans des Rekordmeister sehen die Aufgaben beim FC Bayern, der möglichst immer um den Gewinn der Champions League mitspielen soll, als zu groß für “Brazzo” an.

Wahrscheinlich aus diesem Grund sind die Lobesbekundungen aus dem Verein für Salihamdzic in diesen Tagen besonders intensiv. Zuletzt hatte Uli Hoeneß sogar live in der Fußball-Talk-Sendung “Doppelpass” angerufen, um sich über die aus seiner Sicht überzogene Kritik an Salihamdzic zu wehren. Das wirkte nicht auf alle Beobachter überzeugend, ist aber eben völlig kalkuliert von Uli Hoeneß geschehen.

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Hoeneß stützt “Brazzo” im Doppelpass

Fürsprecher hat der Bosnier allerdings auch einige. So sieht Philipp Lahm seinen früheren Club mit der Beförderung von Salihamdzic und dem Beginn der Arbeit von Oliver Kahn schon vor einer neuen Ära. “Es hat den FC Bayern immer ausgezeichnet, dass Leute kommen, die aus dem Fußballgeschäft sind und sich im Fußball auskennen.” Zuletzt habe eine Ära geendet, es werde aber nun auch eine neue beginnen.

Weitere Unterstützer ist Edmund Stoiber, Aufsichtsratsmitglied beim FC Bayern: “Ich kann nur sagen, dass er im Aufsichtsrat eine gute Figur macht. Salihamidzic ist nah dran an den Spielern, das können der Präsident und der Vorstandschef gar nicht in dieser Form schaffen.”

Was man dem so gelobten in jedem Fall zugute halten muss, ist, dass dieser sich von der Kritik nicht beirren lässt und seine Arbeit verrichtet. Die jüngsten Transfers z. B. seien alle “auf seinem Mist gewachsen” (Uli Hoeneß) und er selbst gibt sich ohnehin kämpferisch. Zuletzt konnten die Bayern beim klaren 4:0 über den BVB wieder überzeugen. Davor hatten sie wochenlang schwach gespielt. Nach einem 1:5 bei Eintracht Frankfurt musste dann Trainer Niko Kovac gehen. Salihamdzic droht dieses Schicksal zumindest kurzfristig nach dieser Personalentscheidung des FC Bayern erstmal nicht.

Hagen ist ein “alter Hase” im Fussball-Geschäft und gehört zu unseren erfahrensten Redakteuren. Am liebsten schreibt Hagen über Vereine aus dem “Pott”. Aber auch für internationale Top-Ligen und Wettbewerbe und die deutsche Nationalmannschaft hat er eine gewisse Zuneigung.

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