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Weinzierl: Schalke holte Gnabry nicht, stattdessen Konoplyanka

Foto: taranchic / Shutterstock.com

Weinzierl: Schalke holte Gnabry nicht, stattdessen Konoplyanka

Markus Weinzierl war zuletzt Trainer des VfB Stuttgart in der Bundesliga, davor aber auch beim FC Schalke 04 tätig. Dort habe die Führung des Clubs einen entscheidenden Fehler begangen, der zu seinem Misserfolg beitrug. Man hätte Serge Gnabry für die – aus heutiger Sicht – lächerliche Summe von 5 Millionen Euro verpflichten können, entschied sich aber anders.

Ob man die jüngsten Aussagen von Markus Weinzierl als Nachtreten empfindet, muss jeder selbst entscheiden. Namentlich nennt er den damaligen Manager des FC Schalke 04, Christian Heidel, bei seinen Äußerungen jedenfalls nicht. Dennoch kann kein Zweifel bestehen, dass er genau diesem vorwirft, falsch eingekauft zu haben. Denn statt die damals bestehende Option zu nutzen, Serge Gnabry zu verpflichten, folgte ein totaler Fehlgriff. Für 10 Millionen Euro wurde stattdessen Jewgen Konoplyanka ausgeliehen, später für weitere 12,5 Millionen Euro verpflichtet. Dass dieser dann als Totalflop in die Geschichte des FC Schalke 04 eingehen würde, war nicht zwingen vorherzusehen gewesen. Immerhin kam dieser vom La-Liga-Club FC Valencia und war Stammspieler der Nationalmannschaft der Ukraine.

Das gilt inzwischen für Serge Gnabry ebenfalls, aber eben für die deutsche Nationalmannschaft. Über den Umweg Werder Bremen ist er inzwischen ein Fixpunkt im Team des FC Bayern München. Diesen hätte auch Schalke haben können.

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Konoplyanka brachte Weinzierl und Heidel kein Glück

Denn als Serge Gnabry auf dem Markt war, hatte Schalke gerade Leroy Sané für 60 Millionen Euro an Manchester City verkauft. Geld war also vorhanden, Gespräche wurden sogar auch bereits geführt. Am Ende entschied man sich aber gegen eine Verpflichtung von Gnabry, obwohl diese zumindest bei der Ablöse nur 5 Millionen gekostet hätte.

Mit Konoplyanka holte man sich an Gnabrys Stelle einen Spieler ins Team, der dort nicht nur nie richtig ankam. Zeitweilig ätzte er auch in Interviews in seiner Heimat über die Verantwortlichen bei den Schalkern.

Für Weinzierl kommt die Erkenntnis, dass Gnabry die wesentlich bessere Wahl gewesen wäre aber genauso zu spät wie für Christian Heidel. Während Ersterer nach einer schwachen Saison auf Schalke schlicht entlassen wurde, gab Heidel nur unwesentlich später selbst auf und trat zurück. Weinzierl erhielt zwar noch ein weiteres Engagement in der Bundesliga, beim VfB Stuttgart. Dies endete aber mit dem späteren Abstieg des VfB Stuttgart nach Weinzierls neuerlichem Rauswurf noch erfolgloser. Heidel hingegen erlitt einen Schlaganfall und befindet sich seitdem in Reha.

Konoplyanka wiederum ist zu Beginn dieses Jahres in seine Heimat zurückgekehrt und spielt dort für Schachtar Donezk. Der FC Schalke 04 erzielte immerhin noch eine kleine Ablöse für ihn. Die Fehlentscheidung für ihn statt für Gnabry kann man damit aber nicht rückgängig machen.

Hagen ist ein “alter Hase” im Fussball-Geschäft und gehört zu unseren erfahrensten Redakteuren. Am liebsten schreibt Hagen über Vereine aus dem “Pott”. Aber auch für internationale Top-Ligen und Wettbewerbe und die deutsche Nationalmannschaft hat er eine gewisse Zuneigung.

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Pl. Mannschaft Sp. Tore +/- Pkt
1Borussia Mönchengladbach1430:161431
2RB Leipzig1439:162330
3Borussia Dortmund1433:191426
4FC Schalke 041425:18725
5SC Freiburg1424:17725
6Bayer Leverkusen1422:18425
7FC Bayern1435:201524
8TSG 1899 Hoffenheim1419:23-421
9VfL Wolfsburg1415:14120
101. FC Union Berlin1418:19-119
11Eintracht Frankfurt1424:22218
12FC Augsburg1420:26-617
131. FSV Mainz 051420:34-1415
14Werder Bremen1422:29-714
15Hertha BSC1420:29-912
16Fortuna Düsseldorf1416:29-1312
17SC Paderborn 071417:32-158
181. FC Köln1412:30-188

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