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Bundesliga trauert um Joker-König Hans-Jörg Criens

Foto: Michael715 / Shutterstock.com

Bundesliga trauert um Joker-König Hans-Jörg Criens

Erst vor wenigen Jahren wurde der Bestwert von Hans-Jörg Criens an Toren als Einwechselspieler in der Bundesliga überboten. Jetzt ist der frühere Gladbach-Star überraschend an Weihnachten im Alter von nur 59 Jahren einem Herzinfarkt erlegen. Bei Borussia Mönchengladbach trägt man Trauer, wie auch bei seinem zweiten Club 1. FC Nürnberg.

Eigentlich hatte er das Fußballspielen schon aufgegeben, als ihn sein Bruder überredete, doch noch einmal für den VfR Neuss anzutreten. Zu seinem Glück wurde Hans-Jörg Criens in einem Test gegen Borussia Mönchengladbach für diese entdeckt und wechselte zu dieser. Von 1981 bis 1993 absolvierte der “Lange”, wie sein Spitzname lautete, 290 Bundesligaspiel für den Club vom Niederrhein. Mit 92 Treffern in dieser Zeit ist er der dritterfolgreichste Torschütze in der Geschichte von Borussia Mönchengladbach hinter Jupp Heynckes und Herbert Laumen.

Vor allem zu Beginn seiner Karriere kam er dabei häufig als Einwechselspieler zum Zuge und erzielte etliche Tore als “Joker”. So viele, dass dieser Begriff im Prinzip extra für ihn geprägt wurde. Dies in einem seiner legendärsten Auftritte, beim DFB-Pokalhalbfinale 1984, welches Borussia Mönchengladbach mit 5:4 n. V. gegen Werder Bremen gewann. Criens hatte dabei die beiden letzten Tore für Gladbach erzielt. Das anschließende Finale im DFB-Pokal verlor Criens allerdings gegen den FC Bayern München, wie auch jenes 1992. Da war Criens aber schon längst etablierte Größe bei der Borussia und führte sein Team als Kapitän ins Berliner Olympiastadion.

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Criens ist ein Stück Bundesligageschichte

Danach wechselte er noch zum 1. FC Nürnberg, wo er nach zwei Saison seine Karriere im Profifußball beendete. Allerdings blieb er in unterklassigen Ligen noch bis ins Jahr 2002 aktiv, spielte außerdem in der Hennes-Weisweiler-Traditionself und war zudem als Trainer tätig.

Am zweiten Weihnachtstag 2019 starb Hans-Jörg Criens im Alter von nur 59 Jahren an den Folgen eines Herzinfarkts, wie sein Umfeld bekannt gab. Erst acht Tage zuvor hatte der Neusser seinen Geburtstag gefeiert. Criens hatte nach seiner aktiven Karriere sehr zurückgezogen gelebt und kaum noch Interviews gegeben. Den Fans von Borussia Mönchengladbach und der gesamten Liga wird er allerdings als charismatischer und nicht zuletzt erfolgreicher Stürmer vor allem der 1980er Jahre in Erinnerung bleiben, auch, wenn er nie einen Titel als Profi gewann.

Mit seinen insgesamt 94 Treffern in der ersten Bundesliga belegt er aktuell Rang 65 der ewigen Torjägerliste. Für immer bleiben wird die Tatsache, dass Heribert Faßbender extra in Bezug auf Hans-Jörg Criens den Ausdruck des “Jokers” geprägt hat, der seitdem ein stehender Begriff im deutschen Fußball ist.

Hagen ist ein “alter Hase” im Fussball-Geschäft und gehört zu unseren erfahrensten Redakteuren. Am liebsten schreibt Hagen über Vereine aus dem “Pott”. Aber auch für internationale Top-Ligen und Wettbewerbe und die deutsche Nationalmannschaft hat er eine gewisse Zuneigung.

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BUNDESLIGA-TABELLE

Pl. Mannschaft Sp. Tore +/- Pkt
1RB Leipzig512:3913
2FC Bayern522:81412
3Borussia Dortmund511:2912
4Bayer Leverkusen56:339
5VfB Stuttgart510:648
6Borussia Mönchengladbach58:808
7Werder Bremen57:708
8Eintracht Frankfurt57:9-28
9TSG 1899 Hoffenheim59:727
10VfL Wolfsburg54:317
11FC Augsburg56:607
121. FC Union Berlin58:626
13SC Freiburg56:9-36
14Arminia Bielefeld54:8-44
15Hertha BSC59:12-33
161. FC Köln55:9-42
17FC Schalke 0452:19-171
181. FSV Mainz 0554:15-110

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