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Nach 0:5-Klatsche gegen Mainz: Werder schützt Kohfeldt

Nach 0:5-Klatsche gegen Mainz: Werder schützt Kohfeldt

11 Gegentore in den letzten 180 Minuten und dazu der Offenbarungseid im Heimspiel gegen Mainz 05. Bei Werder Bremen ist die Krise so groß wie selten zuvor. Dennoch schützen die Verantwortlichen des Clubs ihren Trainer Florian Kohfeldt. Stattdessen nehmen sie die Mannschaft in die Pflicht. Maßnahmen sollen folgen.

Die Zuschauer waren entgeistert am frühen Dienstagabend. 4 Gegentore erhielt Werder Bremen noch nie in einem Heimspiel in der Bundesliga in der 1. Halbzeit. Gestern war es erstmals so weit. Und da sich im weiteren Verlauf nichts Zählbares für Werder ergab, Mainz aber noch ein fünftes Mal traf, stand am Ende eine niederschmetternde Niederlage für Trainer Kohfeldt und sein Team in Höhe von 0:5. Statt Pfiffen gab es Konsternierung im Weserstadion. Was ist nur mit diesem Team los, von dem man eigentlich hoffte, dass es um den Einzug in den Europapokal mitspielen würde?

Offenbar haben die Verantwortlichen, allen voran Manager Frank Baumann, den Weggang von Max Kruse nicht adäquat ersetzt. Stattdessen hat man den Kader in der Breite aufgefüllt, echte Spitzenleute lässt dieser aber vermissen. Sicher gab es auch eine gewisse Verletztenproblematik. Dennoch ist die gegenwärtige sportliche Lage schockierend. Nur ein Sieg in den letzten 11 Spielen – und mit 40 Gegentoren die schwächste Defensive der gesamten Liga.

Im Normalfall wird in so einer Lage der Trainer angezählt. Doch zumindest aktuell verfährt man anders an der Weser. Trainer Florian Kohfeldt, auf den man weiter große Stücke hält, wird weiterhin gestützt. Das Vertrauen in den jungen Coach, immerhin Trainer des Jahres 2018 in Deutschland, sei immer noch riesig, verkündete der Club in den Stunden nach der weite Teile der Anhängerschaft fassungslos machenden Heimniederlage.

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Baumann sieht die Schuld bei der Mannschaft

Kohfeldt selbst hieb in eine ähnliche Kerbe. “Ich laufe nicht weg”, will dieser sich der Verantwortung und der Aufgabe stellen. Wohl wissend, dass diese beim kommenden Spiel beim 1. FC Köln angesichts einer völlig verunsicherten Mannschaft nicht einfacher werden wird.

Erst in diesem Sommer war sein Vertrag bis 2023 verlängert worden. Viele in und um Bremen träumten schon von einer neuen Ära à la Otto Rehhagel und Thomas Schaaf. Diese Perspektive ist aktuell erst einmal deutlich getrübt. Doch offenbar reicht die Qualität des Teams nicht – nicht jene des Trainers. Wer einen 41-jährigen, nicht austrainierten Claudio Pizarro in die Waagschale werfen muss, hat offensichtlich bei seiner Kaderplanung etwas falsch gemacht.

Da wirkt es nicht allzu überzeugend, dass Frank Baumann nun die Mannschaft an den Pranger stellt. Diese habe die Gegentore von Mainz “ohne Gegenwehr” über sich ergehen lassen. “Alibi-Gekicke” nannte Baumann das Auftreten des Teams zudem. Bleibt die Frage nach der Verantwortung dafür, eben solche Spieler ausgewählt zu haben.

Hagen ist ein “alter Hase” im Fussball-Geschäft und gehört zu unseren erfahrensten Redakteuren. Am liebsten schreibt Hagen über Vereine aus dem “Pott”. Aber auch für internationale Top-Ligen und Wettbewerbe und die deutsche Nationalmannschaft hat er eine gewisse Zuneigung.

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BUNDESLIGA-TABELLE

Pl. Mannschaft Sp. Tore +/- Pkt
1RB Leipzig512:3913
2FC Bayern522:81412
3Borussia Dortmund511:2912
4Bayer Leverkusen56:339
5VfB Stuttgart510:648
6Borussia Mönchengladbach58:808
7Werder Bremen57:708
8Eintracht Frankfurt57:9-28
9TSG 1899 Hoffenheim59:727
10VfL Wolfsburg54:317
11FC Augsburg56:607
121. FC Union Berlin58:626
13SC Freiburg56:9-36
14Arminia Bielefeld54:8-44
15Hertha BSC59:12-33
161. FC Köln55:9-42
17FC Schalke 0452:19-171
181. FSV Mainz 0554:15-110

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