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Özil wegen China-Kritik im Kreuzfeuer – China streicht Arsenal-Übertragung

Özil wegen China-Kritik im Kreuzfeuer – China streicht Arsenal-Übertragung

Mesut Özil hat die Verfolgung der muslimischen Uiguren durch den chinesischen Staat angeprangert. Die Reaktion von China ist einerseits leugnend, andererseits wurde zuletzt eine Übertragund des FC Arsenal abgesetzt. Sein Club stellt sich nicht hinter ihn. In den europäischen Medien erhält Mesut Özil aber viel Zuspruch.

Eigentlich hatte sich Mesut Özil an seine muslimischen Glaubensbrüder gewandt. Ihnen hatte er ein einem Posting vorgeworfen, sich nicht ausreichend für die in China verfolgten und in Lager kasernierten Uiguren einzusetzen. Gleichwohl würden viele europäische Regierungen dies tun, von vielen Moslems sei dazu aber nur Schweigen zu hören.

Mesut Özil, der im Gegensatz zur Einschätzung vieler, sehr wohl gut beraten ist, wird gewusst haben, auf welches schwierige Terrain er sich mit dieser Kritik an China begibt. Prompt reagierte auch sein Club, der FC Arsenal, so, wie zu befürchten war. Er erklärte sich für unpolitisch und zeigte keine Unterstützung für Mesut Özil.

Dafür wurde Özil vielfach in der Presse gelobt, sowohl in der Deutschen, wie von der FR und der FAZ, als auch in der britischen sowie sonstigen europäischen Presse. Özil zeige Haltung, die ihm viel Ärger einbringe, während andere Fußballer völlig unpolitisch blieben.

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Özil mit viel Mut in seinen Äußerungen

Die Reaktion von China ließ dann tatsächlich nicht lange auf sich warten. Zunächst wurde Özil vorgeworfen, er falle auf “Fake News” und falsche Äußerungen herein. Zudem würde Özil damit die Gefühle des chinesischen Volkes verletzen, nicht nur seiner Fans in dem einwohnermäßig zweitgrößten Land der Erde. China lud via Außenministerium Özil sogar ein, die betroffene Provinz zu besuchen. Inwieweit Özil dabei die realen Verhältnisse zu sehen bekäme, ist allerdings mehr als fraglich angesichts des zurzeit äußerst repressiven Vorgehens der Chinesen in derlei Angelegenheiten.

Zweite Reaktion von China war es, eine eigentlich geplante Übertragung eines Spiels des FC Arsenal aus dem Programm zu nehmen. Hierin dürfte auch die eigentliche Ursache für die mangelnde Unterstützung seines Clubs für Özil liegen. Der Verein, bzw. seine Besitzer, fürchtet um Ab- und Umsätze im lukrativen chinesischen Markt der Sportfans, die sich vor allem für die großen Clubs in Europa interessieren, wozu der FC Arsenal zumindest dem Namen nach noch zählt.

Mehr als eine Million Uiguren soll in Lager gesteckt worden sein. Dies war zunächst von China bestritten worden, nun heißt es, diese seien berufliche Ausbildungszentren. Özil hat das Schicksal dieser Million Menschen in den Fokus auch der Sportöffentlichkeit gehievt. Damit dürfte er auch hierzulande einiges an Ansehen zurückgewinnen, dass er im Zuge um die Affäre seiner Bilder mit Erdogan verloren hatte.

Hagen ist ein “alter Hase” im Fussball-Geschäft und gehört zu unseren erfahrensten Redakteuren. Am liebsten schreibt Hagen über Vereine aus dem “Pott”. Aber auch für internationale Top-Ligen und Wettbewerbe und die deutsche Nationalmannschaft hat er eine gewisse Zuneigung.

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