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Thomas Müller

Bundesliga

Mülller in Form und trifft – Stimmen für ein DFB-Comeback mehren sich

Foto: Bukharev Oleg / Shutterstock.com

Mülller in Form und trifft – Stimmen für ein DFB-Comeback mehren sich

Noch zu Beginn dieser Saison war er oftmals nicht gut genug, um beim FC Bayern München längere Zeit auf dem Platz zu stehen. Seit dem Wechsel von Niko Kovac zu Hans-Dieter Flick hat sich das völlig gewandelt. Thomas Müller ist wieder der Alte, zumindest in der Bundesliga. Jetzt mehren sich die Stimmen, die sein Comeback in der DFB-Elf fordern.

Erst im März 2019 war es gewesen, als er nach exakt 100 Länderspielen für den DFB – und den Weltmeistertitel 2014 – so knapp wie überraschend von Bundestrainer Jogi Löw erfuhr, dass dieser nicht mehr auf seine Dienste baue. Er war aussortiert, genauso wie seine damaligen Teamkollegen Mats Hummels und Jerome Boateng. Löw wollte den Umbruch auch personell ganz klar forcieren und nicht mehr auf altgediente Spieler bauen. Diese sahen sich aber, geradeso wie Thomas Müller, noch keineswegs zum alten Eisen zählend.

“Das Spiel ist noch nicht aus”, war Müllers trotziger Kommentar nach der enttäuschenden Nachricht von der Ausbootung aus der Nationalmannschaft. Ob er dabei darauf spekuliert hatte, dass Löw aufgrund immer mal wieder aufkeimender Kritik bei der EM 2020 gar nicht mehr Bundestrainer sein würde – oder ob er tatsächlich daran glaubte, allein mit Leistungen den als stur bekannten Löw noch umstimmen zu können, ist unbekannt.

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Bierhoff gibt ein klein wenig Hoffnung

Die aktuelle Wende war aber tatsächlich nicht abzusehen gewesen. Unter Flick ist Müller wieder unbedingte Stammkraft und zahlt dieses Vertrauen auch mit Leistungen zurück. Leistungen solcher Qualität, wie man sie von ihm schon länger nicht mehr erlebt hatte, erst recht nicht im Trikot der Nationalmannschaft. Weshalb viele auch Löws Entscheidung damals teilweise nachvollziehen konnten. Genauso wie viele aktuell ihre Meinung wieder ändern.

Für die Nationalmannschaft müssten immer die besten Spieler auf dem Feld agieren, egal, was irgendwann zuvor einmal gewesen sein mag. Einer der Fürsprecher von Thomas Müller kommt logischerweise aus dem eigenen Hause. Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge betonte, wenn Müller weiter “top spielt, muss ein Umdenken stattfinden”.

Dass er zuletzt für die Olympia-Auswahl im Gespräch war, dürfte Müller zwar ein wenig geschmeichelt haben. Sein aktuelles Ziel dürfte aber wieder die Teilnahme an der EM 2020 sein, nicht zuletzt, da die deutsche Mannschaft ihre drei Vorrundenspiele in Müllers heimischem Stadion in München austragen darf. Da wäre nur Zuschauen zu müssen doppelt bitter.

Eine kleine Chance auf eine Rückkehr ins Trikot mit dem Bundesadler darf Müller – und auch Hummels – in einer Äußerung von Oliver Bierhoff sehen, die dieser vor einigen Wochen tätigte. Bierhoff betonte, dass es “nie so gedacht gewesen” sei, dass der Abschied der drei Aussortierten endgültig sei. Allerdings hat Löw zu derartigen Themen bekanntlich oft eine sehr eigene Meinung und letztlich stellt Löw seinen Kader zusammen, nicht Bierhoff. Müller bleiben aber noch etliche Bundesligaspieltage, den Druck auf Löw zu erhöhen.

Hagen ist ein “alter Hase” im Fussball-Geschäft und gehört zu unseren erfahrensten Redakteuren. Am liebsten schreibt Hagen über Vereine aus dem “Pott”. Aber auch für internationale Top-Ligen und Wettbewerbe und die deutsche Nationalmannschaft hat er eine gewisse Zuneigung.

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