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Coronavirus beeinflusst Bundesliga-Clubs

Foto: 360b / Shutterstock.com

Coronavirus beeinflusst Bundesliga-Clubs

Eine Epidemie auch in Deutschland scheint immer unausweichlicher zu werden. Das offenbar in der chinesischen Stadt Wuhan auf einem Fischmarkt von Wildtieren auf den Menschen übergesprungene, neuartige Corona-Virus erreicht nun auch die Bundesliga. Absagen von Bundesliga-Spielen stehen – anders als in der Schweiz – noch nicht im Raum. Doch die Clubs ergreifen konkrete Maßnahmen zum Schutz ihrer Spieler.

Bei RB Leipzig hat die Führung beispielsweise ein Reiseverbot für seine Spieler verhängt. Dies gilt zudem für alle weiteren Trainer, Scouts, Angestellten etc. pp. Dazu kommt auch das Verbot das Händeschüttelns. Auch die Führungen über das Gelände von RB wurden stark eingeschränkt.

Ähnlich verfährt man beim FC Bayern München. Dort wurden die Spieler angewiesen, keine Autogramme mehr zu geben und nicht mehr für Selfies mit den Fans zur Verfügung zu stehen. Trotz aller Notwendigkeit dessen, seine Anhänger ihre Liebe zu den Spielern ausleben lassen zu müssen, bittet man beim Rekordmeister um Verständnis. Diese Maßnahme diene dazu, das Risiko einer Ansteckung zu vermindern.

Weitere Clubs werden sicher mit vergleichbarer Prophylaxe folgen – zu groß wäre der sportliche und auch monetäre Verlust, sollten Spieler der Bundesligisten für 14 Tage in Quarantäne müssen oder gar ernsthaft erkranken, mit dem Risiko, gar an Covid19 zu versterben. Doch das Virus macht natürlich nicht Halt vor dem Entertainment-Business Bundesliga.

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Absagen oder Geisterspiele rücken näher

Sofern doch Absagen nötig werden sollten, würden diese übrigens weder von der DFL (in der Bundesliga und 2. Bundesliga) noch vom DFB (in der 3. Liga) ausgesprochen werden. Denn diese beiden Institutionen sind nicht der Veranstalter der Spieler. Das sind die Vereine selbst. Eine Absage könnte aber durchaus “von oben” angeordnet werden, heißt, von den Gesundheitsministerien der Länder. Diese Katastrophenvorsorge im gesundheitlichen Bereich ist in Deutschland nämlich Ländersache. Anders als in der Schweiz, wo jegliche Veranstaltungen mit über 1.000 Zuschauern – auch außerhalb des Sports – bis Mitte März verboten sind, wäre das also keine Entscheidung, die der Bund fällt.

Im Moment erscheint es noch kaum vorstellbar, dass in der Bundesliga Spiele ausfallen oder als Geisterspiele ohne Zuschauer stattfinden. Zu letzterer Maßnahme hatte die Serie A in Italien gegriffen, wo das Virus noch intensiver verbreitet ist als in Deutschland. Dort fanden bereits mehrere Partien unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, sogar das Europa League-Spiel von Inter Mailand am vergangenen Donnerstag.

Für die Bundesliga natürlich eine Horrorvision, was Einnahmeausfälle, mangelnde Atmosphäre oder im Falle von Absagen auch arge Terminschwierigkeiten bedeuten könnte. Doch noch schlimmer wäre es natürlich, wenn sich einer ihrer Spieler mit Covid19 infizierte.

Hagen ist ein “alter Hase” im Fussball-Geschäft und gehört zu unseren erfahrensten Redakteuren. Am liebsten schreibt Hagen über Vereine aus dem “Pott”. Aber auch für internationale Top-Ligen und Wettbewerbe und die deutsche Nationalmannschaft hat er eine gewisse Zuneigung.

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