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Hammer bei Hertha: Klinsmann tritt zurück

Foto: Sergey Kohl / Shutterstock.com

Hammer bei Hertha: Klinsmann tritt zurück

Damit hatte niemand bei Hertha BSC gerechnet. Völlig überraschend ist heute morgen Jürgen Klinsmann von seinem Amt als Cheftrainer beim Hauptstadtclub zurückgetreten. Offenbar hatte er niemanden im Club informiert, bevor er mit dieser Nachricht auf seiner eigenen Facebook-Seite an die Öffentlichkeit ging. Damit endet das Kapitel Klinsmann als Trainer nach weniger als 4 Monaten Amtszeit.

Gerade erst hatte Jürgen Klinsmann – zusammen mit den Verantwortlichen im Club – mit dem Geld von Investor Lars Windhorst in der Winterpause groß eingekauft. Doch zuletzt fruchteten auch diese Neuzugänge nicht. Beim FC Schalke 04 schied man mit 2:3 nach Verlängerung aus dem Pokal aus. Dann folgte die bittere Heimniederlage mit 1:3 gegen den direkten Konkurrenten im Abstiegskampf, Mainz 05. Zwar hat Klinsmann der Hertha ein wenig Abstand in der Tabelle verschafft. Das aber eigentlich hauptsächlich deshalb, weil die Teams ganz unten zuletzt kaum noch punkteten. Ihm selbst gelangen in den 9 Spielen seiner Amtszeit nur 3 Siege. Nun ist seine Zeit also bereits wieder zu Ende. Zumindest jene als Coach, denn Klinsmann kündigte an, sich wieder auf seine Tätigkeit im Aufsichtsrat bei Hertha BSC zu konzentrieren.

In der Begründung für seinen Rücktritt sprach er aber auch von fehlendem Vertrauen der Führung. Wie da eine gelungene Zusammenarbeit mit dieser Führung als Aufsichtsrat aussehen soll, ist noch unklar.

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Clubführung ahnte nichts

Vorerst übernimmt der bisherige Co-Trainer Alexander Nouri das Training, so auch an diesem Vormittag, an dem Nouri die Mannschaft befehligt. Wie es auf der Trainerposition weitergehen soll, weiß zur Stunde noch niemand. “Das hatte sich nicht abgezeichnet”, wurde Michael Preetz zur Angelegenheit zitiert.

Insgesamt kommt Klinsmann somit nur auf zehn Wochen im Job als Trainer von Hertha BSC. Dass sich spielerisch aber zu dessen Vorgänger Ante Covic tatsächlich nicht viel verändert hatte, bemerkten nicht nur kritisch der Hertha gegenüber eingestellte Beobachter.

Auch in Herthas eigenem Statement auf der Webseite wird deutlich, wie sehr diese Entscheidung von Klinsmann aus dem Nichts kommt:

“Wir sind von dieser Entwicklung am Morgen überrascht worden. Insbesondere nach der vertrauensvollen Zusammenarbeit hinsichtlich der Personalentscheidungen in der für Hertha BSC intensiven Wintertransferperiode gab es dafür keinerlei Anzeichen.”

Nun muss Hertha den Rest der Saison also mit mindestens einem anderen Trainer zu Ende spielen – und der Klassenerhalt ist dabei noch keineswegs gesichert. Unruhige Zeiten für den Club, der sich eigentlich auf dem Weg zum “Big City Club” wähnt.

Hagen ist ein “alter Hase” im Fussball-Geschäft und gehört zu unseren erfahrensten Redakteuren. Am liebsten schreibt Hagen über Vereine aus dem “Pott”. Aber auch für internationale Top-Ligen und Wettbewerbe und die deutsche Nationalmannschaft hat er eine gewisse Zuneigung.

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