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Hertha BSC: Klinsmann auch kein Aufsichtsrat mehr – wer folgt als Trainer?

Foto: Sergey Kohl / Shutterstock.com

Hertha BSC: Klinsmann auch kein Aufsichtsrat mehr – wer folgt als Trainer?

Zwei Tage nach seinem überraschenden Rücktritt als Trainer von Hertha BSC wird Jürgen Klinsmann auch von seinem Job als Aufsichtsrat beim Hauptstadtclub entbunden. Das wird Hertha BSC heute bekannt geben. Völlig offen bleibt die Frage nach seinem Nachfolger auf der Trainerbank – ob sofort oder am Ende dieser Saison. Wunschkandidat Kovac will wohl nicht.

Im Laufe der Rückzugsgefechte nach seinem plötzlichen Abschied vom Amt des Trainers gab Jürgen Klinsmann gestern um 18 Uhr per Videochat einige merkwürdige Ansichten von sich und verlor nun auch noch seine Aufgabe als Aufsichtsrat. Investor Windhorst, als dessen Mann in der Führung von Hertha BSC galt, hat sich wohl von Klinsmann zurückgezogen. Damit wurde Klinsmann, der vor allem Michael Preetz scharf kritisiert hatte, innerhalb des Clubs nicht mehr tragbar. Noch ist die Entscheidung nicht publik, sie gilt aber als sicher, wie u. a. der Kicker berichtet. Sie soll auf einer PK heute um 11.30 Uhr dann auch öffentlich gemacht werden.

Damit hat Jürgen Klinsmann nicht nur bei Hertha, sondern vor allem in Bezug auf seine eigene Person verbrannte Erde in Fußballdeutschland hinterlassen. Nicht nur war der Zeitpunkt seines Rückzugs merkwürdig, bizarr muteten auch seine Äußerungen per facebook-Chat an. Offenbar war er in einem Machtkampf mit der alten Vereinsführung unterlegen, in dem er seine Verhandlungsposition völlig überschätzt hatte. Oder er sah ein, dass man mit der aktuellen Mannschaft trotz der teuren Einkäufe im Winter nicht aus dem Tabellenkeller herauskommen würde und trat deshalb die Flucht an, um nicht für einen eventuellen Abstieg verantwortlich zu sein. Doch das ist Spekulation und die wahre Antwort wird man wohl nie erfahren.

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Kein Comeback von Pal Dardai

Spekulationen gibt es naturgemäß auch über die Nachfolge von Jürgen Klinsmann als Trainer von Hertha BSC. Dass Ex-Frankfurt- und Ex-Bayern-Trainer Niko Kovac der Wunschkandidat des Clubs ist, beruht nicht allein auf dessen Vergangenheit bei Hertha BSC. Man traut ihm auch zu, gerade den jetzt nötigen Fußball erfolgreich spielen zu lassen. Doch laut diverser Medien hat Niko Kovac kein Interesse daran, diesen Job anzutreten. Einerseits befindet er sich ohnehin noch in der Regeneration seit seiner Demission beim FC Bayern München. Andererseits gibt es Gerüchte, dass er eher auf ein Engagement in England hofft.

Wer es stattdessen werden könnte, dazu gibt es eine lange Liste an Namen. Wie realistisch diese sind, ist jedoch unklar. Der frühere Trainer Pal Dardai wird unter Michael Preetz jedenfalls kein Comeback erhalten. Somit bleibt zunächst mal bis auf Weiteres Alexander Nouri Interimstrainer und vielleicht auch bis zum Saisonende. Danach aber wird man bei Hertha BSC wohl ziemlich sicher jemand Neuen suchen.

Hagen ist ein “alter Hase” im Fussball-Geschäft und gehört zu unseren erfahrensten Redakteuren. Am liebsten schreibt Hagen über Vereine aus dem “Pott”. Aber auch für internationale Top-Ligen und Wettbewerbe und die deutsche Nationalmannschaft hat er eine gewisse Zuneigung.

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