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Mönchengladbach trainiert Umgang mit Schiri-Fehlern – ein Spieler wird zum Problemfall

Mönchengladbach trainiert Umgang mit Schiri-Fehlern – ein Spieler wird zum Problemfall

Neue Regeln erfordern neue Maßnahmen. Auch, wenn der respektvolle Umgang mit den Schiedsrichtern und ihren eventuellen Fehlern nie anders in den Regeln stand, wird doch seit Beginn dieses Jahres deutlich intensiver darauf geachtet als zuvor. Das hatte für Borussia Mönchengladbach bereits Konsequenzen auf dem Feld. Damit sich das nicht wiederholt, hat sich Trainer Marco Rose etwas Besonderes für das Training seiner Mannschaft einfallen lassen.

Dass das auch nach dem Platzverweis für Plea wegen Meckerns weiterhin nötig ist, zeigte die Partie bei Fortuna Düsseldorf. Selbst beim 4:1-Sieg über den rheinischen Rivalen sahen gleich zwei Borussen die Gelbe Karte nicht etwa wegen Foulspiels, sondern wegen unsportlichen Verhaltens.

Auch der Coach selbst sah schon drei Mal den Gelben Karton wegen zu intensiver Beschwerden in Richtung Schiedsrichter. Nach der nächsten Gelben Karte wird er gesperrt sein. Das wäre aber weit weniger schlimm, als wenn sich Punktverluste wegen dieses Fehlbetragens für seine Mannschaft wiederholten. Schließlich steht man nur drei Punkte hinter der Tabellenspitze bei einem weniger absolvierten Spiel als die Konkurrenz.

Deshalb geht Marco Rose nun im Training etwas anders vor als üblich, will seine Spieler darauf einstellen, auch mit offensichtlich zweifelhaften Entscheidungen besser umzugehen. So hat er seinen Co-Trainer Alexander Zwickler angewiesen, auch schon mal eine klare Abseitsstellung in Trainingsspielen zu übersehen. Ebenso soll nicht jedes Foul im Trainin der Borussen gepfiffen werden. Die Absicht ist klar: Die Spieler von Marco Rose sollen verinnerlichen, dennoch weiter um jeden Ball zu kämpfen und auf jegliches Meckern zu verzichten.

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Problemfall Michael Lang bei Werder im Abseits

Wie schnell diese Maßnahme fruchtet, ist mangels Erfahrungswerten noch nicht abzusehen. Die Hitze eines Gefechts in einem Pflichtspiel ist wohl immer noch etwas höher als in einem Trainingsspiel. Und doch kommt man nicht umhin, auch diese Maßnahme von Rose wieder einmal als innovativ und erfolgversprechend zu bewerten, was letztlich hier und da ein Pünktchen mehr bedeuten könnte.

Im Kampf um Punkte für Borussia Mönchengladbach zurzeit nicht mithelfen darf hingegen Michael Lang, der an Werder Bremen ausgeliehen ist. Dort liefert der österreichische Nationalspieler aber so schlechte Leistungen ab, dass er gar nicht mehr zu Einsätzen kommt. Zuletzt stand er nicht einmal mehr im Kader von Florian Kohfeldt. Und damit wird ein Kauf von Lang durch Bremen völlig unwahrscheinlich. Was bedeutet, dass er im Sommer zu Borussia zurückkehren würde – wo er mit dem gegenwärtigen Leistungsstand aber auch wenig Chancen hätte, das Team weiterzubringen. Mit jeder Nichtnominierung für den Bundesliga-Kader fällt zudem der Marktwert von Michael Lang, was den Umgang mit ihm im Sommer nicht einfacher werden lässt.

Hagen ist ein “alter Hase” im Fussball-Geschäft und gehört zu unseren erfahrensten Redakteuren. Am liebsten schreibt Hagen über Vereine aus dem “Pott”. Aber auch für internationale Top-Ligen und Wettbewerbe und die deutsche Nationalmannschaft hat er eine gewisse Zuneigung.

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